Flaschenpfandprojekt am Lozzi!

Schülerinnen und Schüler am Pestalozzi-Gymnasium beteiligen sich am Ausgleich der globalen Ungerechtigkeit durch Fundraising Aktionen.

  1. Der Lozzilauf (musste leider 2020 und 21 ausfallen, ist aber 2022 wieder da!)
  2. Durch Entsorgen von Pfandflaschen (eine Tonne in der Cafeteria, zwei im Pausenhof)
  3. Durch spontane Aktionen und das Übernehmen von verantwortlichen Tätigkeiten für die Gemeinschaft (neu! Denn durch Corona ist Flexibilität noch wichtiger geworden!)

Einige Daten und Fakten aus Liberia mitten in der Pandemie.

Gerade erreicht uns die Nachricht, dass der Devisenkurs des US Dollar extrem ungünstig steht. Alltagsgüter erwirbt man in Liberia mit Liberties (LIB Dollar). Der LIB leidet unter einer enormen Inflation. Das Schulgeld wird in US-Dollar bezahlt. Das war schon oft günstig für uns, denn bis zu 10 Kinder mehr konnten in die Schule gehen, wenn der Eurokurs günstig zum Dollarkurs stand. Nun aber hilft das gar nichts – und es ist keine positive Veränderung in Sicht.

  1. Wegen der Erfahrungen mit Ebola hat man sich landesweit frühzeitig an die von der WHO vorgeschlagenen Maßnahmen gehalten. Schulen wurden geschlossen, Gottesdienste und Beerdigungen abgesagt.
  2. Das hatte schreckliche Konsequenzen. Denn dem Land geht es wirtschaftlich nicht gut. Von 2005 bis 2011 ging es einigermaßen aufwärts. Damals führte Ellen Johnson-Sirleaf die Regierung. Liberia hat eine republikanische Verfassung und war nie Kolonie einer europäischen Großmacht. Das hat außer Liberia auf dem afrikanischen Kontinent nur Äthiopien geschafft. Aber teils auch gerade deshalb ist Liberia in Westafrika in einer sehr schwierigen geopolitischen Rolle.
  3. Die schrecklichen Folgen der Pandemie sind:
    1. Erhöhte Kriminalität, weil die Menschen, die von der Hand in den Mund leben, nicht mehr auf dem Markt verkaufen durften; Pandemien verstärken, was schon da ist – Angebot und Nachfrage gingen zurück. Aus vielen Gründen haben sich in der Stadt Banden gebildet. Eine schlechte Umgebung für Heranwachsende.
    2. Erhöhte häusliche Kriminalität und Kindesmissbrauch, weil in den Häusern der Armen, die diese oft nur gemietet haben und die dennoch immens viel Miete kosten, sehr eng aufeinander gelebt wird. Wenn alle zu Hause sind, wird es unerträglich.
    3. Erhöhter Drogenkonsum durch die bitteren Lebensumstände und die Perspektivlosigkeit (Liberia wird seit seinem Bürgerkrieg, der 14 Jahre dauerte und an dessen Ende die Gründung unseres Liberiaprojekts stand, diplomatisch diskriminiert. Zum Beispiel auch von der deutschen Bundesregierung. Die Gründe dafür haben wenig mit Liberia selbst zu tun und schon gar nichts mit den Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten.)
    4. Verzweiflung, Betrug, Angst und Kurzschlussreaktionen nehmen zu, denn die wenigen Krankenhäuser können nur wenige Patienten gut versorgen. In Liberia gibt es von allem jederzeit und allerorts zu wenig. Wenn eine Epidemie dazu kommt, kann schnell niemand mehr ordentlich versorgt werden. Die Kliniken, denen schon normalerweise öfter alles Mögliche ausgeht, was man bräuchte, um gut zu behandeln, laufen während Epidemien über. Wo sollen die hilfesuchenden Kranken auch bleiben? Viele warten einfach vor dem Krankenhaus. Nach Hause? Mit einer ansteckenden Krankheit? Ja, wirklich. Das ist es, was immer funktioniert – viel besser, als wir es von uns kennen. Die persönlichen und unmittelbaren Beziehungen sind in Liberia sehr kompliziert, aber sehr leistungsstark und ziehen sich wie ein Netz durchs ganze Land. Aber: Das ist entschieden zu wenig, um eine lange Zeit zu überbrücken! Auch für Liberia trifft zu: Mit einer Pandemie ist nirgendwo zu spaßen.

Corona lief bisher glimpflich ab, weil die Krankheit weniger schlimm ist als zum Beispiel Ebola und weil Viele vernünftig sind. Unser Arzt, Jig, hat uns bei einer Zoom Konferenz berichtete, wie die Delta-Variante in Lagos, Nigeria, zuschlug, als sie neu in Westafrika ankam. Dort hatten bis dahin die meisten jungen Leute nicht daran geglaubt, dass Covid-19 auch junge Westafrikaner hart treffen könnte. Sie waren sehr froh, Johnson&Johnson zu bekommen.

Die Schule hat statt Anfang September erst Mitte Oktober begonnen – und hoffentlich geht sehr lange alles gut. Immerhin kommt ja jetzt, wo bei uns Winter ist, die heiße Sommerzeit.

Bei einer Pandemie ist, das ist am Beispiel Liberias gut zu verstehen, die medizinische Herausforderung nur ein kleiner Teil. Pandemien sind immer eine jahrelange Herausforderung für die ganze Gesellschaft. Die Armen werden noch ärmer, die schlechten Schulen noch schlechter, vernachlässigte Kinder werden vollends allein gelassen und Männer, die Frauen prügeln, schlagen dann erst recht zu. Speziell bei Covid verursacht die Krankheit selbst fast den kleinsten Teil der Krise.

Alle, die wir in Liberia kennen, sind sooooooo unendlich froh, dass wir zueinander halten. Und das schon so lange (fast 20 Jahre!) und mit der verlockenden Perspektive, nicht nur Geld zu bekommen, bzw. zu sammeln, sondern echte menschliche Beziehungen aufzubauen.

Gemeinsam etwas Neuem zum Leben zu verhelfen – darum kämpfen wir gemeinsam.

Damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, wie wichtig eure Mitarbeit beim Liberiaprojekt ist, könnt ihr hier einen kurzen Einblick in die Bilanz des Jahres 2020/21 nehmen:

“ …….. May I present a summary report of academic year 2020/ 2021.

1. Number of students sponsored- 

We sponsored 53 students within the year under review. 

2. Number of students promoted –

50 students received promotion to the next class. Three of them were asked to retain- one from Gerlib and two from beach girls.  Five students were given conditional promotion. 

The students who are asked to retain will be counselled and given special attention. This will help them to improve next academic year.  

3. Students with honours- 

Eleven students emerged with honor. Out of this three got very honours between 87% to 90%. 

4. Students graduating from 12th grade- 

Five students are graduating from grade 12 – four girls (Vivian, Grace, Cynthia and Marthalyn) and a boy (George). Marthalyn, our youngest student in high school is graduating at age 16. We are very proud of her.

5. Workshop/Camp-

Within the year under review we organized two main workshops and a skill training camp. There were other students gatherings held.

More than 150 students benefited from the workshops and camp. They learned tie and dye, making for bracelets, envelopes, paper flowers, and designing slippers. 

6. Spelling Bee- 

This year, we organized our first Spelling Bee. Only our students participated. 

Irene and Wellington of grades 7 and 9 won respectively.  They were very grateful for the gifts received from Germany and their friends in Liberia. 

6. Essay Writing Competition –

Within the year under review we had our 7th Essay Writing Competition.  

More than 25 students from five schools participated.  Christopher Cummings, a senior student from St Kizito won the competition and was given special prize from Germany.  From Street to School paid his tuition for the 2nd semester to encourage other young people build up their skill in writing and reading.  

7. Day of the the African Child and Illicit use drug and substance abuse-

During the year under review, we organized together with Voice of the Voiceless, VOV) the Day of the African and Day of Illicit Drug and Substance Abuse.  More than 100 children from six schools participated in the celebration. Our children got to know and learn some of their cultures and appreciate their heritage.  

8. Finance – 

    a. Income for the year   $17,055 USD

    b. Expenditure               $17,235 USD ………………….. „

Den Video haben unsere Freunde für das Münchner NorsSüdForum produziert.

Unser Thema beim Afrikatag am 17. Febuar 2022: Gerechtigkeit

Richtig gut: Die Spoken Word – Lyrik von Jessica Angel Morris. Du findest sie hier. Passt sie in deinen Englisch-Unterricht? Frage deine Lehrer*in. Gern können wir dir das Skript schicken, wenn dir eines der Gedichte gefällt.

Schreibe selbst etwas und schicke es an: writing@liberiaprojekt.de

Weitere Infos auf der Seite des AK-Liberia und Projekttage am Pestalozzi-Gymnasium.

Hier ist zum Abschluss noch unsere Kontoverbindung. Wir stellen gerne eine Spendenquittung aus. Hinterlassen Sie uns auf der Überweisung Ihren Namen und Ihre Email-Adresse. Vielen Dank.

Bankverbindung:
From Street to School und Globales Lernen e.V.
Stadtsparkasse München
IBAN: DE12 7015 0000 0905 2449 84
BIC: SSKMDEMM