Europatag

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Europatag 2021

Anlass für diesen ersten Lozzi-Europatag gab in diesem Jahr zum einen die Ausschreibung des EU-Europatags am 14. Juni für alle bundesdeutschen Schulen. Zum anderen wird uns gerade in der Corona-Pandemie immer bewusster, wie sehr es eine Frage von Bildung ist, sich das europäische Projekt zu eigen zu machen und die Widersprüchlichkeit und das Imperfekte von Demokratie auszuhalten.

Das europäische Projekt ist divers, komplex, voller innerer Widersprüche, voller Versprechen und unerfüllter Erwartungen. Man kann darin die Wärme sehen, die durch die Reibung der zahlreichen Konfliktlagen entsteht oder die Kälte, die von der Polarisierung erzeugt wird, wenn sie zugelassen wird.

In diesem Jahr haben wir uns während drei Ausstellungswochen und dem Projekttag für die 10. Klassen drei Themenbereichen angenähert:

1

  • wer migriert, wer bestimmt über das Ansehen von Menschen, die sich auf die Reise machen
  • welche Motive treiben sie an und wann entsteht dadurch eine besondere Kultur, eine Minderheit, die sich selbst einen eigenen Namen gibt oder die von anderen benannt wird

2

  • wie ist die EU entstanden und wo steht sie auf ihrem langen Weg zu einer transnationalen demokratischen Organisation
  • was sollen die europäischen Werte sein, die alle Europäer miteinander teilen, nachdem die historischen Erfahrungen der ost- und südosteuropäischen Nationen ganz andere sind als die des Westens

3

  • was ist so diskriminierend an der Bewunderung für Leistungen aus anderen kulturellen Gemeinschaften
  • wie stehen wir zum Reisen und zum Tourismus und wer bezahlt die Freiheit weniger Privilegierter
  • wie hilft Europa anderen bei ihrer Entwicklung und wie wird mit der Natur umgegangen

4

  • was ist europäische Identität und was brauchen wir, damit wir uns alle hier Zuhause fühlen und auch die Natur bewahren
  • welche Institutionen hat die EU bereits, was leisten sie und welche Herausforderungen ergeben sich daraus

Fotoalbum

von oben links nach unten rechts: 1. Ausstellung im Schaukasten des Liberiaprojekts, Bücherregal 2. Übergabe des ersten Preises für die Lösung des Rätsels zur Ausstellung „Menschen in Bewegung“ an Cornelia Lanner, 8a und Tom Heister, 8d 3. Unsere Moderatorin Theresa Bayer, Q11 4. Anes Hasanbegovic im Migrationsworkshop

Wir können die Dinge verändern, wenn wir genau hinsehen, miteinander sprechen und kooperieren.

Für mich ist Europa ein ambitioniertes Projekt zur Überwindung von Nationalismus, das vom guten Willen der Nationen abhängig ist.

Bei einem philosophischen Gespräch ist alles anders gewohnt

jeder sucht sich seinen eigenen Platz

die Gruppe erarbeitet sich ihre Fragestellung selbst

es gibt Feedback statt Kontrolle

es wird mit Fakten gearbeitet

wir gestalten selbst, bringen in Form und entscheiden

5. Jakob Gehlen mit einer Methode des Globalen Lernens, die auch so manche Online-Stunde gerettet hat: ein Fishbowl-Gespräch zum Thema „Europäisches Projekt“ 6. Pandemiebedingt gab es keinen Präsenzvortrag. Der Vorteil: Die Klasse 11c der Nelson-Mandela-BOS konnte mit dabei sein. 7. Philosophisches Gespräch über das Thema „Grenzen“ 8. Präsentation über die Biographie der österreichischen Justizministerin Alma Zadic. 9. Programm und Merksätze aus unseren insgesamt vier Europawochen.

Statement einer Schülerin aus der fünften Klasse.

Felix Sproll, Mitglied des Münchner Stadtrats für Volt.